Photodynamische Therapie (PDT)
gezielte Behandlung krankhafter Hautzellen
Die Photodynamische Therapie (PDT) kombiniert eine spezielle Creme mit gezieltem Licht, um krankhaft veränderte Hautzellen schonend und effektiv zu zerstören. Gesundes Gewebe bleibt dabei weitgehend unversehrt, wodurch die Behandlung gewebeschonend ist und ein präzises Ergebnis ermöglicht.
• Behandlung von aktinischen Keratosen
• Einsatz bei oberflächlichem Hautkrebs
• Schonend, gewebeschonend und effektiv
| Besonders geeignet bei |
• Frühformen von Hautkrebs |
| Nebenwirkungen |
• Rötung, Schwellung oder Brennen (Sonnenbrand) im behandelten Bereich |
| Effekt |
• Veränderte Hautstellen werden gezielt entfernt |
| Haltbarkeit |
• Langfristige Wirkung bei regelmäßiger Kontrolle |
Behandlungsdetails
Dauer
2 Stunden
Jahreszeit
Ganzjährig möglich, Sonnenschutz nach Behandlung empfohlen
Behandlungsart
Minimalinvasiv
Nachbehandlung
Hautpflege, Beobachtung der Heilung und regelmäßige Kontrolltermine
Anästhesie
keine Betäubung
Ausfallzeit
Meist gering, abhängig von Areal und Reaktion
Kosten
Wird über die Krankenkasse abgerechnet
Behandlungsablauf
Behandlungsablauf
1. Ärztliche Beurteilung und Indikationsstellung
Vor der PDT erfolgt eine sorgfältige dermatologische Untersuchung durch unsere Fachärztinnen und
Fachärzte. Dabei wird geprüft, ob die photodynamische Therapie für Ihre Hautveränderung geeignet ist.
Wir klären Sie ausführlich über den Ablauf, die Wirksamkeit, mögliche Nebenwirkungen sowie das Verhalten nach der Behandlung auf.
2. Vorbereitung der Haut
Am Behandlungstag wird das betroffene Hautareal gründlich gereinigt und entfettet. Falls erforderlich, werden oberflächliche Verhornungen oder Krusten vorsichtig entfernt und die Haut leicht aufgeraut, um die Aufnahme des Wirkstoffs zu verbessern. Diese Vorbereitung ist entscheidend für den
Behandlungserfolg der PDT.
3. Auftragen des lichtsensibilisierenden Wirkstoffs
Anschliessend wird ein spezieller lichtsensibilisierender Wirkstoff (z. B. Aminolävulinsäure oder
Methylaminolävulinat) gezielt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Dieser Wirkstoff reichert sich bevorzugt in krankhaft veränderten Hautzellen an. Das behandelte Areal wird danach lichtdicht abgedeckt.
4. Einwirkzeit
Der Wirkstoff benötigt eine Einwirkzeit von einer Stunde, um optimal in die veränderten Zellen einzudringen. Während dieser Zeit bleiben Sie in der Praxis.
5. Belichtung (Aktivierung der PDT)
Nach der Einwirkzeit wird das behandelte Hautareal mit einer speziellen Rotlichtlampe belichtet. Durch die Belichtung wird der Wirkstoff aktiviert und zerstört gezielt die krankhaft veränderten Zellen, während
das umliegende gesunde Gewebe weitgehend geschont wird.
Während der Belichtung kann es zu einem Wärme- oder Brenngefühl kommen, das individuell unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Bei Bedarf sorgen wir für kühlende Massnahmen.
6. Direkt nach der Behandlung
Nach Abschluss der Belichtung wird die Haut beruhigt und mit geeigneten Pflegeprodukten versorgt. Die
behandelten Areale können gerötet, geschwollen oder empfindlich sein, dies ist eine normale Reaktion
und klingt in der Regel innerhalb weniger Tage ab.
7. Nachsorge und Verhalten nach der PDT
Nach der photodynamischen Therapie ist ein konsequenter Lichtschutz besonders wichtig:
- direkte Sonnenexposition für mindestens 48 Stunden vermeiden
- Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden
- mechanische Reize (Reiben, Kratzen) vermeiden
- Ialugen (Heilsalbe) für einige Tage morgens und abends auftragen
- Bei schweren Verläufen helfen auch Schwarzteeumschläge
Genaue Pflege- und Verhaltensempfehlungen erhalten Sie individuell von unserem Team.
Vorteile der PDT
Vorteile der PDT
- gezielte Behandlung krankhafter Hautzellen
- sehr gute kosmetische Ergebnisse
- gewebeschonend und narbenarm
- bewährte Methode in der Hautkrebsvorsorge

