Sklerotherapie
gezielte Behandlung von Besenreisern
Die Sklerotherapie ist eine effektive Methode, um kleine Venen, sogenannte Besenreiser, gezielt zu veröden. Es wird dabei eine Lösung, Poldicanol (Aethoxisklerol®), direkt in das betroffene Äderchen injiziert. Polidocanol ist ein Detergens (seifenähnliche Substanz), welches nach der Injektion die Endothelzellen der Vene, also die Gefässinnenwand, zerstört. Durch die Endothelschädigung entsteht eine kontrollierte Entzündung der Gefässwand. Die Venenwände legen sich aneinander und das Gefäss wird funktionell verschlossen. In den folgenden Wochen bis Monaten wird die verschlossene Vene in einen bindegewebigen Strang umgewandelt und schliesslich vom Körper abgebaut.
Aethoxysklerol wirkt lokal und zeigt kaum systemische Effekte. Es ist gut dosierbar (je nach Konzentration für Besenreiser bis grössere Varizen) und wirkt zusätzlich leicht lokalanästhetisch, d.h. die Injektion tut weniger weh.
- Behandlung von Besenreisern an den Beinen
- Sanftes, ambulantes Verfahren
- Ohne Operation möglich
| Besonders geeignet bei |
• Kosmetisch störenden Besenreisern an den Beinen |
| Nebenwirkungen |
• Leichte Blutergüsse, Verhärtungen oder Pigmentflecken können auftreten |
| Effekt |
• Besenreiser verblassen oder verschwinden |
| Haltbarkeit |
• Langfristig, neue Besenreiser können jedoch entstehen |
Behandlungsdetails
Dauer
15–45 Minuten je nach Areal
Jahreszeit
Ganzjährig möglich
Behandlungsart
Minimalinvasiv, ambulant
Nachbehandlung
Kompressionsstrümpfe, Schonung und Kontrolle der behandelten Areale
Anästhesie
Keine oder lokale Betäubung bei Bedarf
Ausfallzeit
Minimal
Kosten
Auf Anfrage, abhängig von Areal und Anzahl der Sitzungen
Behandlungsablauf
Behandlungsablauf
- Beratung & Analyse der betroffenen Venen
- Vorbereitung des Areals
- Injektion des Sklerosierungsmittels
- Kurzfristige Kompression & Nachsorgehinweise
Wieso ist die Kompression nach einer Sklerotherapie-Behandlung wichtig?
Wieso ist die Kompression nach einer Sklerotherapie-Behandlung wichtig?
Nach der Sklerotherapie mit Aethoxisklerol® ist die behandelte Vene zwar geschädigt, aber noch nicht dauerhaft verschlossen. Die anschliessende Kompression ist wichtig, weil sie die Venenwände eng aneinanderpresst und so den gewünschten Verschluss unterstützt. Dadurch wird verhindert, dass sich die Vene erneut mit Blut füllt und wieder eröffnet. Gleichzeitig reduziert die Kompression die Bildung grösserer Thromben und fördert stattdessen den Umbau der Vene in bindegewebiges Narbengewebe. Zudem verringert sie Schmerzen, Entzündungen und das Risiko von Verhärtungen oder Hautverfärbungen. Insgesamt verbessert die Kompression den Behandlungserfolg und trägt zu einem besseren funktionellen und kosmetischen Ergebnis bei. Anlässlich des Beratungsgesprächs wird die Ärztin bei Decamed Ihnen ein Rezept für Kompressionsstrümpfe aushändigen. Bitte bringen Sie die Strümpfe zur Behandlung mit. In der Regel empfehlen wir, die Kompressionsstrümpfe in den ersten 24 Stunden konsequent zu tragen. Anschliessend sollten sie für eine weitere Woche nur noch tagsüber angelegt werden.
Was sind die möglichen Risiken und Nebenwirkungen einer Sklerotherapie?
Was sind die möglichen Risiken und Nebenwirkungen einer Sklerotherapie?
Die Sklerotherapie ist insgesamt ein sicheres und gut etabliertes Verfahren. Wie bei jeder medizinischen Behandlung können jedoch Nebenwirkungen und Risiken auftreten, die meist vorübergehend sind.
Häufige und meist harmlose Nebenwirkungen sind Rötungen, Schwellungen, Druck- oder Spannungsgefühl im behandelten Bereich sowie kleine Blutergüsse an den Einstichstellen. Ebenfalls relativ häufig sind Verhärtungen oder tastbare Stränge, die durch die gewünschte Gefässreaktion entstehen und sich in der Regel innerhalb von Wochen zurückbilden.
Gelegentlich kann es zu Entzündungen oberflächlicher Venen (oberflächliche Phlebitis) oder zu braunen Hautverfärbungen (Hyperpigmentierungen) entlang der behandelten Vene kommen. Diese sind meist vorübergehend, können aber mehrere Monate anhalten.
Seltenere Nebenwirkungen sind Blasenbildung oder kleine Hautnekrosen, insbesondere wenn das Sklerosierungsmittel versehentlich außerhalb der Vene gelangt. Sehr selten können allergische Reaktionen auf das Sklerosierungsmittel auftreten.
Bei der Schaumsklerotherapie können in seltenen Fällen vorübergehende Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Schwindel auftreten, die meist rasch wieder abklingen. Schwerwiegende Komplikationen wie tiefe Venenthrombosen, Lungenembolien oder anhaltende neurologische Symptome sind extrem selten.
Durch korrekte Technik, geeignete Dosierung, Kompressionstherapie und frühe Mobilisation lässt sich das Risiko für Nebenwirkungen deutlich reduzieren.
Wie lange halten die Resultate an?
Wie lange halten die Resultate an?
Bei wenigen erweiterten Äderchen und gutem Bindegeweben sind die erzielten Resultate der Sklerotherapie in der Regel langanhaltend, da die behandelten Venen dauerhaft verschlossen und in Bindegewebe umgewandelt werden. Diese Gefässe können sich nicht wieder neu bilden. Liegen viele Besenreiser vor sind anfangs manchmal 2 bis 3 Sitzungen nötig.
Allerdings behandelt die Sklerotherapie nur die bestehenden, sichtbaren Venen, nicht die zugrunde liegende Venenschwäche. Daher können sich im Verlauf der Zeit an anderen Stellen neue Krampfadern oder Besenreiser entwickeln.
Wie lange das Ergebnis anhält, hängt unter anderem ab von:
- der Art und Grösse der behandelten Vene
- der individuellen Veranlagung
- hormonellen Faktoren (z. B. Schwangerschaft)
- beruflicher Belastung (langes Stehen oder Sitzen)
- dem konsequenten Tragen von Kompression bei Bedarf
Viele Patientinnen und Patienten profitieren über mehrere Jahre von der Behandlung. Auffrischungsbehandlungen in grösseren Abständen können sinnvoll sein, um das Ergebnis langfristig zu erhalten.

Sklerotherapie verstehen
Die Sklerotherapie ist ein bewährtes und schonendes Verfahren zur Behandlung von Besenreisern und kleinen Krampfadern. Im Video sehen Sie die einzelnen Phasen der Behandlung und wie der Körper den Heilungsprozess unterstützt.
1. Behandlung der Besenreiser
Die Behandlung erfolgt gezielt an den betroffenen Venen. Nach einer sorgfältigen Beurteilung der Haut und Gefäße wird die Sklerotherapie präzise geplant.
2. Injektion des Verödungsmittels
Ein spezielles Verödungsmittel (Sklerosierungsmittel) wird mit einer sehr feinen Nadel direkt in die betroffene Vene injiziert. Dieses Mittel reizt die Venenwand kontrolliert und leitet den gewünschten Verschluss der Vene ein.
3. Verblassen der Vene
Unmittelbar nach der Injektion kann die Vene sichtbar verblassen oder sich zusammenziehen. Dies ist ein gutes Zeichen dafür, dass die Behandlung wirkt und die Vene sich schrittweise zurückbilden wird. In den folgenden Wochen baut der Körper die behandelte Vene selbstständig ab.
4. Anlegen von Kompressionsverbänden
Nach der Behandlung werden Gazepolster auf die behandelten Stellen aufgeklebt, um gezielt Druck auf die Gefäße auszuüben. Dies unterstützt den Verschluss der Vene und verbessert das Behandlungsergebnis.
5. Tragen von Kompressionsstrümpfen
Anschliessend sollten Kompressionsstrümpfe für mindestens 24 Stunden getragen werden (je nach Befund auch länger). Die Kompression fördert die Heilung, reduziert Nebenwirkungen wie Schwellungen oder Blutergüsse und trägt wesentlich zum Erfolg der Therapie bei.
Die Sklerotherapie ist ein ambulantes Verfahren, erfordert keine Ausfallzeit und kann je nach Ausprägung der Venen in mehreren Sitzungen durchgeführt werden. Das endgültige Ergebnis zeigt sich schrittweise über mehrere Wochen.

