Tumorchirurgie
Die Tumorchirurgie ist einer der wichtigsten Bereiche der modernen Dermatologie. Viele Hauttumoren, gutartig wie bösartig, können durch eine frühzeitige Erkennung und vollständige chirurgische Entfernung geheilt werden. Entscheidend ist dabei eine präzise Operationstechnik, kombiniert mit einer exakten feingeweblichen Kontrolle des entfernten Gewebes.
Im Decamed Haut- und Laserzentrum arbeiten wir mit modernsten chirurgischen Methoden, hochpräzisen Nahttechniken und bei ausgewählten Tumoren, mit der Möglichkeit einer Schnellschnittdiagnostik, um bereits während der Operation zu prüfen, ob der Tumor vollständig entfernt wurde.
Inhaltsübersicht
- Was ist Tumorchirurgie?
- Gutartige & bösartige Hauttumoren
- Wann ist eine operative Entfernung notwendig?
- Diagnostik & Planung
- Ablauf der Operation
- Operationstechniken
- Schnellschnittdiagnostik (intraoperative Pathologie)
- Heilung & Nachsorge
- FAQ – häufige Fragen
1. Was ist Tumorchirurgie?
Die Tumorchirurgie umfasst die operative Entfernung von Hautveränderungen, um:
- bösartige Tumoren vollständig zu entfernen
- diagnostische Sicherheit zu erhalten (Histologie)
- gesundes Gewebe maximal zu schonen
- ein bestmögliches ästhetisches Ergebnis zu erzielen
2. Gutartige & bösartige Tumoren
2. Gutartige & bösartige Tumoren
Gutartige Hauttumoren
- Lipome
- Zysten
- Fibrome
- Alterswarzen
- gutartige Muttermale
Bösartige Hauttumoren
- Basalzellkarzinom (Basaliom)
- Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)
- Malignes Melanom
Hier ist eine komplette Tumorentfernung mit Sicherheitsabstand zwingend erforderlich.
3. Wann ist eine operative Entfernung erforderlich?
3. Wann ist eine operative Entfernung erforderlich?
Eine Operation wird empfohlen bei:
- Verdacht auf Hautkrebs
- nachgewiesenen bösartigen Tumoren
- Muttermalen mit Veränderungen (ABCDE-Regel)
- Tumoren, die bluten, wachsen oder nicht abheilen
- ästhetischer oder funktioneller Beeinträchtigung
- unklaren Hautknoten
Je früher der Eingriff erfolgt, desto kleiner und ästhetischer kann er durchgeführt werden.
4. Diagnostik & Planung
4. Diagnostik & Planung
Vor einer Operation führen wir eine umfassende Abklärung durch:
- Dermatoskopie
- Biopsie zur Diagnosesicherung
- präzise Festlegung der Schnittführung
- Berechnung des erforderlichen Sicherheitsabstands
- Besprechung möglicher Rekonstruktions- oder Nahttechniken
Bei grösseren oder histologisch schwer einzuordnenden Tumoren kann eine intraoperative Schnellschnittdiagnostik eingeplant werden.
5. Ablauf der Tumoroperation
5. Ablauf der Tumoroperation
Die meisten Eingriffe erfolgen ambulant unter lokaler Betäubung.
1. Betäubung
Schmerzfreie Operation durch lokale Anästhesie.
2. Exzision des Tumors
Entfernung mit definiertem Sicherheitsabstand.
3. Blutstillung & Präparation
Schonender Umgang mit umliegendem Gewebe für ästhetisch optimales Ergebnis.
4. Schnellschnitt (falls erforderlich, siehe unten)
Pathologe beurteilt während der OP, ob der Tumor vollständig entfernt wurde.
5. Wundverschluss
Feine, spannungsarme Nähte, auf Wunsch kosmetische Intrakutannaht.
6. Operationstechniken
6. Operationstechniken
1. Klassische Exzision
Standardverfahren für die meisten Tumoren.
2. Stufenschnitt / kontrollierte Randexzision
Sicherstellung der Tumorvollständigkeit.
3. Shave-Exzision
Für ausgewählte gutartige Tumoren.
4. Rekonstruktive Techniken
- lokale Lappenplastiken
- Hautverschiebungen
- spezielle Nahtführungen im Gesicht
7. Schnellschnittdiagnostik, intraoperative Sicherheit
7. Schnellschnittdiagnostik, intraoperative Sicherheit
Die Schnellschnittdiagnostik (Frozen Section) ist ein besonderes Verfahren, das optional und je nach Tumorart eingesetzt wird.
Was passiert beim Schnellschnitt?
- Das entnommene Gewebe wird bereits während der Operation von der Pathologie gefroren, zugeschnitten und mikroskopisch untersucht.
- Innerhalb weniger Minuten erhält der Operateur die Information:
→ Sind die Schnittränder tumorfrei oder nicht?
Vorteile für Patient*innen:
- maximale onkologische Sicherheit
- vollständige Entfernung des Tumors in einer einzigen Sitzung
- Vermeidung späterer Nachoperationen
- besonders wichtig im Gesicht und an ästhetisch sensiblen Stellen
Wann wird der Schnellschnitt empfohlen?
- bei Basaliomen im Gesichtsbereich
- bei aggressiven Tumorunterarten
- bei Tumoren mit unklaren Randstrukturen
- wenn ein ästhetisch perfekter Verschluss sofort erfolgen soll
INFOBOX:
Die Schnellschnittdiagnostik bietet die höchste Sicherheit, dass ein Tumor wirklich vollständig entfernt wurde, noch bevor die Wunde verschlossen wird.
8. Heilung & Nachsorge
8. Heilung & Nachsorge
Nach der Operation:
- Verband für die ersten Tage
- Fädenentfernung nach 7–14 Tagen
- Narbenpflege ab 2 Wochen
- Sonnenschutz zur Vorbeugung von Pigmentstörungen
- bei Hautkrebs: regelmässige Kontrollen (Dermatoskopie)
Ästhetisch bleiben in der Regel sehr feine, kaum sichtbare Narben.
9. FAQ – häufige Fragen
9. FAQ – häufige Fragen
Ist der Eingriff schmerzhaft?
Nein, dank lokaler Betäubung völlig schmerzfrei.
Wann ist ein Schnellschnitt notwendig?
Bei Tumoren, bei denen unklar ist, ob der Rand tumorfrei ist, besonders im Gesicht.
Was passiert, wenn der Tumor nicht vollständig entfernt wurde?
Dann wird der Sicherheitsabstand in derselben Operation erweitert.
Wie sieht die Narbe aus?
Durch spezielle Nahttechniken entsteht eine sehr feine, dezente Narbe.
Brauche ich danach Kontrollen?
Ja, insbesondere nach Entfernung bösartiger Tumoren.
Fazit
Fazit
Moderne Tumorchirurgie bedeutet höchste Präzision, sichere Tumorentfernung und ästhetisch bestmögliche Ergebnisse.
Die Möglichkeit der Schnellschnittkontrolle bietet zusätzliche medizinische Sicherheit – besonders bei Hautkrebs im Gesichtsbereich. So stellen wir sicher, dass Tumoren vollständig entfernt sind und gleichzeitig so schonend wie möglich operiert wird.

